Sensodyne Mundwasser 01

In diesem Artikel geht es um einen echten Klassiker, besonders wenn es um das Thema schmerzempfindliche Zähne geht – die Rede ist von der Sensodyne Mundspülung Cool & Fresh.

 

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Worum geht’s? > Marke/Geschichte

Die Geschichte von Sensodyne reicht weit zurück – bereits 1907 wurde die Marke von Apotheker Alexander Block (Firma: Block Drug) in Brooklyn, New York vertrieben. In den 60er Jahren machte sich Sensodyne schließlich einen Namen als Zahncreme gegen schmerzempfindliche Zähne, damals noch mit anderen Inhaltsstoffen als in der heutigen Zeit. 
Im Jahr 2000 wurde Block Drug schließlich von GlaxoSmithKline aufgekauft.

Der britische Pharmaunternehmen GlaxoSmithKline ist weltweit tätig. Der Konzern vertreibt neben Sensodyne die Zahnpflegemarken Dr. Best (Review: Vibration Zahnbürste), Parodontax (Review: Mundspülung und Zahnpasta) und Odol (Review: Mundspülung)

 

Was soll’s bringen? > Marketing/Versprechen

Sensodyne Mundwasser 02

Ganz im Sinne der Markenphilosophie verspricht die Sensodyne Mundspülung schmerzempfindliche Zähne effektiv zu schützen. So soll das Kaliumnitrat die Zähne vor Schmerzreizen bewahren und langfristig für Beschwerdefreiheit sorgen.

„Langanhaltender Schutz vor Schmerzempfindlichkeit.“

Des Weiteren soll die Sensodyne Mundspülung kariesprophylaktische Wirkung aufweisen und wurde laut Hersteller besonders für die tägliche Zahnpflege entwickelt. 

Die 500 ml Flasche Sensodyne Mundspülung gibt es in Drogeriemärkten oder auch bei Amazon* zu kaufen.

Ob sich die Behauptungen auch tatsächlich bewahrheiten, wollen wir nun in unserem Sensodyne Mundspülung Test untersuchen.

 

Wie sieht’s aus? > Verpackung

Sensodyne Mundwasser 03

Die Sensodyne Mundspülung kommt ohne Umverpackung daher, der Schraubverschluss ist praktischer Weise ein Messbecher. Somit lassen sich die empfohlenen 10 ml Mundspüllösung leicht abmessen. Zudem ist die Mundspüllösung branchenüblich mit einer Originalitätssicherung versehen. Zusätzlich ist der Schraubverschluss mit einer Kindersicherung geschützt, sodass er sich nur mit gezieltem Eindrücken öffnen lässt.

 

Was ist drin? > Inhaltsstoffe

Nach welchen Kriterien wir die Mundspülung bewerten, erfahrt Ihr hier.


Im Folgenden sind die deklarierten Inhaltsstoffe der Sensodyne Mundspülung mit ihren jeweiligen Funktionseigenschaften in Gänze dargestellt. Unterstrichene Inhaltsstoffe werden im anschließenden Abschnitt näher diskutiert.

Aqua, Lösungsmittel
Glycerin, Feuchthaltemittel
Sorbitol, Feuchthaltemittel
Potassium Nitrate, Kaliumnirat (=„Salpeter“)
PEG-60 Hydrogenated Castor Oil, Tensid
Poloxamer 407, Lösungsmittel
Sodium Benzoate, Konservierungsmittel (E211)

Aroma, Geschmacksstoff
Disodium Phosphate, pH-Puffer
Methylparaben, Konservierungsmittel
Propylparaben,
Konservierungsmittel
Sodium Phosphate, Komplexbildner (E339)

Sodium Fluoride, Kariesprophylaktikum
Sodium Saccharin, Süßstoff
CI 42090, Farbstoff (Brilliantblau)

Enthält: Natriumfluorid (217 ppm F-).


Sensodyne Mundwasser 04

Das Natriumfluorid (Sodium Fluoride) sorgt in der Sensodyne Mundspüllösung mit einem Gehalt von 217 ppm (0,02 %) für einen zufriedenstellenden Kariesschutz. Aus Gründen der Kariesprophylaxe sollten für die tägliche Zahnpflege stets fluoridhaltige Produkte verwendet werden. Dies gilt besonders für Zahncremes, bei einer Mundspülung sind Fluoride jedoch ebenfalls als positive Beimischung zu werten. Da Mundspülungen jedoch oftmals aufgrund spezieller Probleme angewendet werden, haben Fluoride einen nicht so hohen Stellenwert wie in der Zahnpasta.

Was ist der ppm-Wert?

Wichtiger Bestandteil der Sensodyne ist seit den 80er Jahren das Kaliumnitrat. Kaliumnitrat, im Volksmund besser bekannt als Salpeter, hat die Aufgabe die Schmerzempfindlichkeit der Zähne herabzusetzen, indem es die Schmerzweiterleitung hemmt. Dementsprechend häufig findet man Kaliumsalze in Sensitiv-Zahncremes gegen schmerzempfindliche Zahnhälse.

Eine eindeutige Studienlage bezüglich der Wirkung der Kaliumsalze gibt es dennoch nicht, wenngleich der positive Nutzen als sehr wahrscheinlich anzusehen ist. 

Kritisch anzusehen ist der Einsatz von Parabenen, genauer gesagt der Konservierungsmittel Propyl- und Methylparaben, welches in der Sensodyne Mundspülung zu finden ist. Da Parabene im Verdacht stehen, hormonell wirksam zu sein, sollte man bei der aktuellen Studienlage zumindest auf eine Langzeiteinnahme verzichten.

Was sind Parabene?

Zudem enthält die Sensodyne Munspülung den Zuckeraustauschstoff Sorbitol, was jedoch lediglich für Menschen mit Sorbitintoleranz relevant ist.

 

Ausprobiert! > Unser Test

Sensodyne Mundwasser 05

Aber nun wollen wir, nach all der Theorie, die Mundspülung auch einmal selber ausprobieren – fangen wir also mit unserem Sensodyne Mundspülung Test an!

Dank des beigefügten Messbechers ist die Dosierung der Sensodyne Mundspülumg denkbar einfach. Laut Herstellerangaben sind 10 ml pro Spülung ausreichend.

Geschmacklich lässt sich die Sensodyne als relativ mild und frisch charakterisieren, ein dezentes Minzaroma lässt sich erahnen. Alles im allen sind die Geschmacksnuancen, wie bei den meisten Mundspüllösungen, eher künstlich – aber angenehm. Eine Schärfe ist nicht vorhanden. Während des Spülens verteilt sich die Sensodyne Mundspülung gut im Mundraum und fängt nach einer Weile des aktiven Spülens leicht an zu schäumen

Eine halbe Minute Anwendung ist üblicherweise ausreichend – wer möchte, kann die Sensodyne natürlich auch länger im Mundraum behalten. Im Anschluss sollte sie weder geschluckt noch mit Wasser nachgespült werden. Im Nachgang hinterlässt die Mundspülung eine positives Frischegefühl, zudem lässt sich eine leichte Schärfe auf der Zunge spüren. Diese ist jedoch nicht als unangenehm zu werten.

Insbesondere bei erschwerten Gebisssituationen, beispielsweise bei Zahnspangenträgern, kann die Sensodyne Mundspülung eine sinnvolle Ergänzung zur täglichen Zahnpflege sein. Ob man die Sensodyne tatsächlich täglich oder nur gelegentlich bei Bedarf anwendet, hängt ganz vom individuellen Befund ab – hier sollte der Hauszahnarzt der erste Ansprechpartner sein.

 

Also? > Fazit 

Das Natriumfluorid erwirkt einen ausreichenden Kariesschutz und das Kaliumnitrat sorgt für eine Linderung bei schmerzempfindlichem Zahnhälsen, ein Ansatz der häufig in Sensitiv-Zahncrems bzw. Mundspüllösungen verwendet wird. Erwähnenswert sind außerdem die vorhandenen Parabene, welche in der ansonsten ansprechenden INCI Liste überflüssig sind. Geschmacklich ist die Sensodyne recht mild und auch sonst problemlos in der Handhabung. 

 

In Kürze! > Zusammenfassung

Enthält Fluorid (217 ppm), ohne Alkohol, ohne Sorbit, ohne SLS, enthält Parabene, ohne CHX, nicht vegan. Shop*


Geeignet für..

schmerzempfindliche Zähne
-Tägliche Zahnpflege
Kariesaktives Gebiss
Zahnspangenträger
-problematische Gebisssituationen
eingeschränkte Motorik

Nicht geeignet für..
Kinder

 

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>Mehr Mundspülung mit Fluoriden<
>Mehr Mundspülung ohne Alkohol<


Literatur:

  1. Hellwege K.-D.: Die Praxis der zahnmedizinische Prophylaxe. 6., überarb. Aufl., Stuttgart: Georg Thieme Verlag KG, 2003
  2. Hellwig E., Klimek J., Attin T.: Einführung in die Zahnerhaltung. 3., neu bearb. Aufl., München: Urban & Fischer, 2003 

 

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