Splat Blackwood Whitening 01

In diesem Produktcheck wollen wir uns eine der sehr populärer schwarzen Zahncremes mit Aktivkohle anschauen – die Splat Blackwood Whitening* Zahnpasta.

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Worum geht’s? > Marke/Geschichte

Die Marke Splat Cosmetica kommt aus Russland und ist noch verhältnismäßig jung, gegründet wurde Splat erst im Jahr 2000. Schon seit den Anfangstagen hat sich Splat auf die Herstellung von Zahnpasten spezialisiert, erweiterte jedoch mit wachsender Popularität ihre Produktpalette, beispielsweise um Zahnbürsten oder Mundpflegemittel. Erst seit 2010 begann die Internationalisierung der Marke und die ersten Splat Zahnpasten tauchten auch hier auf dem deutschen Markt auf. Mittlerweile haben sich die Produkte aber auch in Deutschland etabliert, zu dem bekanntesten zählt hierbei die Splat Blackwood Whitening Zahnpasta, um die es nun in diesem Artikel gehen soll.

 

Was soll’s bringen? > Marketing/Versprechen

Splat betreibt für Ihre Produkte kaum Werbung im herkömmlichen Sinne. Es wird vielmehr versucht die Zahnpasta über Weiterempfehlung bekannt zu machen und mit dem Produkt selbst Aufmerksamkeit zu erregen – und sich so möglichst von der Konkurrenz abzuheben. Es scheint, dass sich die Marketingabteilung von Splat gedacht hat: Hey, wenn alle Firmen immer nur weiße Zahnpasten auf dem Markt bringen, machen wir einfach eine schwarze Zahncreme! Und wenn dann behauptet wird, dass ausgerechnet diese schwarze Zahnpasta die Zähne besonders weiß machen soll, ist man natürlich im Gespräch – zumal die Zahnpflege mit Aktivkohle mehr und mehr an Popularität gewinnt. Des Weiteren wird versprochen, dass die Splat Blackwood Zahncreme einen langanhaltenden, frischen Atem erwirkt und die Zähne von Plaque befreit. Die Hauptgeschmacksnote ist dabei Wachholder.

„-Hellt deutlich den Zahnschmelz auf
-Fördert frischen Atem
-Schützt vor Plaquebildung“

Die 75 ml Tube gibt z.B. bei Amazon* zu kaufen.

Ob die Behauptungen von Splat auch wirklich alle stimmen, wollen wir nun in unserem Produktcheck untersuchen.

 

Wie sieht’s aus? > Verpackung

Splat Blackwood Whitening 02

„Created specially for those who walk on the wild side!“

Die Verpackung von Splat wirkt aufgeräumt, relativ schlicht und lässt gleichzeitig erkennen, dass hier augenscheinlich Aktivkohle und Wachholder im Spiel sind. Auch die Kunststofftube an sich übernimmt die ungewöhnliche, schwarze Aufmachung – im Badezimmer ist sie so ein kontrastreicher Eyecatcher.

Die Tube lässt sich mit einen Klappdeckel schließen und ist hygienisch zufriedenstellend ab Werk versiegelt.

Splat Blackwood Whitening 03

 

Was ist drin? > Inhaltsstoffe

Nach welchen Kriterien wir die Zahnpasten bewerten, erfahrt Ihr hier.


Im Folgenden sind die deklarierten Inhaltsstoffe der Splat Blackwood Zahnpasta mit ihren jeweiligen Funktionseigenschaften in Gänze dargestellt. Unterstrichene Inhaltsstoffe werden im anschließenden Abschnitt näher diskutiert.

Hydrated Silica,  Abrasionsstoff
Aqua, Lösungsmittel
Sorbitol, Feuchthaltemittel
Glycerin Feuchthaltemittel,

Maltooligosyl Glucoside/Hydrogenated Starch Hydrolysate, Feuchthaltemittel
PEG-8, Lösungsmittel
Sodium Lauroyl Sarcosinate, Tensid
Cellulose Gum, Viskösitätsregelnd
Aroma, Geschmacksstoffe
Charcoal Powder, Aktivkohle
Sodium Methylparaben, Konservierungsmittel
Stevia Rebaudiana Extract, Süßkrautextrakt
Меnthol,
Duftstoff (Minze)
o-Cymen-5-ol, Duftstoff
Juniperus Communis Fruit Extract, Wachholderextrakt
Limonene Duftstoff


Splat Blackwood Whitening 04

Fangen wir zunächst wieder damit an, was nicht vorhanden ist. Aus Gründen der Kariesprophylaxe sollte die tägliche Zahncreme stets Fluoride enthalten, nur in Ausnahmefällen sollte auf eine fluoridfreie Variante zurückgegriffen werden – Fluoride sind wissenschaftlich erwiesen die bedeutendsten Wirkstoffe in der Zahnpasta (Stellungnahme BZÄK). Da die Blackwood Whitening Zahnpasta jedoch keine Fluoride enthält, ist sie schon einmal für die tägliche Zahnpflege nur eingeschränkt zu empfehlen. Insbesondere bei einem stark kariesaktiven Gebiss sollte auf die Splat Blackwood Zahnpasta, zumindest als Zahncreme für alle Tage, verzichtet werden.


Mehr Informationen über fluoridfreie Zahncreme? –
Hier gibt’s alles über Zahnpasta ohne Fluorid!


Der augenscheinlich prominenteste Bestandteil der Blackwood Zahncreme ist die Aktivkohle (Charcoal Powder), welche für die Zahnaufhellung zuständig sein soll.

Was ist Aktivkohle?

Das Problem der Aktivkohle in der Zahnpasta ist jedoch folgendes: Die Eigenschaft Fette und Öle zu binden ist zweifelsohne gegeben, jedoch enthält die Zahnpasta selbst so viele Fette und Öle, dass die Aktivkohle auf den Zähnen gar keine große Wirkung mehr entfalten kann, da sie praktisch schon gesättigt ist. Und obwohl es in den letzten Jahren als das Wundermittel gegen Zahnverfärbungen gehyped worden ist, so wurde die außerordentliche Wirkung von Aktivkohle wissenschaftlich nicht hinreichend erwiesen. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Tatsache, dass auch Aktivkohle die Zähne praktisch maximal bis zur natürlichen Eigenfarbe „weißen“ kann, darüber hinaus kann die Zahncreme ohnehin nicht weiter aufhellen – egal was die Firmen an Werbeversprechen liefern.

Neben der Aktivkohle sind zusätzlich Abrasionsstoffe enthalten, in diesem Fall amorphe Kieselsäure (Hydrated Silica). Durch diese Schleifpartikel werden Beläge und oberflächliche Verfärbungen im Prinzip „weggeschmiergelt“ und die Zähne aufgehellt. Da jedoch der RDA Wert der Zahncreme mit 75 normal ausfällt, ist diese Zahncreme nicht sonderlich abrasiv und kann auch bei freiliegenden Zahnhälsen keine größeren Schäden am Dentin (Zahnbein) anrichten, so dass hier keine Einschränkungen genannt werden müssen.

Was ist der RDA-Wert?

Kritisch anzusehen ist der Einsatz von Parabenen, genauer gesagt des Konservierungsmittels Sodium Methylparaben, welches in der Blackwood Zahnpasta zu finden ist. Da Parabene im Verdacht stehen, hormonell wirksam zu sein, sollte man bei der aktuellen Studienlage zumindest auf eine Langzeiteinnahme verzichten.

Was sind Parabene?

Für den Geschmack enthält die Blackwood Zahnpasta Wachholderexktrakt (Juniperus Communis Fruit Extract), woran sich die Gin-Liebhaber sicher erfreuen werden. Als weitere Geschmackskomponente beinhaltet die Zahncreme Süßkrautextrakt (Stevia Rebaudiana). Dabei sollte angemerkt werden, dass die Geschmacksstoffe in der Zahnpasta keinerlei medizinische Wirkung, sondern lediglich werbewirksame Funktion haben.

Des Weiteren enthält die Blackwood Zahnpasta den Zuckeraustauschstoff Sorbitol, was jedoch lediglich für Menschen mit Sorbitintoleranz relevant ist.

 

Ausprobiert! > Praxistest

Splat Blackwood Whitening 05

Die Konsistenz der Blackwood Zahnpasta ist sehr cremig und erinnert im ersten Moment an pechschwarze Schuhcreme. Dank des Klappverschlusses kann die Applikation auch einhändig erfolgen, die Paste haftet dabei sehr gut an den Borsten.

Trotz der ungewöhnlichen Farbgebung riecht die Splat Blackwood natürlich frisch, olfaktorisch dominiert deutlich das Kräuteraroma.

Beginnt man mit dem eigentlichen Putzvorgang, so nimmt man unmittelbar einen leicht bitteren Geschmack wahr. Der Wachholder ist zwar präsent, im Gegensatz zum Geruch jedoch allenfalls im Hintergrund zu erschmecken. Die Hauptgeschmacksnote erscheint eher künstlich. Begleitet wird dies von einer milden Schärfe und einer angenehmen Frische.

Die Schaumwirkung der Splat Blackwood ist sehr gut. Die Zahncreme bildet einen sehr feinporigen Schaum, schäumt dabei aber nicht zu viel und verflüssigt sich auch nach längerem Putzen kaum. Durch diese Eigenschaft haftet die schwarze Zahnpasta gut auf den Zähnen und sorgt aufgrund der Konsistenz für ein gutes Putzgefühl.

Gewöhnungsbedürftig ist sicherlich der graue Speichel beim Ausspucken. Dies bleibt bei der Farbgebung der Zahncreme natürlich nicht aus – die Einfärbung lässt aber zum Glück nach gründlichem Ausspülen nach.


Welche ist die beste Zahnpasta für mich? –
Hier geht’s zum Zahnpasta Test & Ratgeber!


Nach dem Putzen verfliegt der Geschmack relativ schnell, die Frische bleibt jedoch für längere Zeit erhalten. Die Zähne fühlen sich minimal stumpfer an, eine Reinigungswirkung der Zahnpasta ist jedoch spürbar. Eine gewisse Mundtrockenheit setzt nach einiger Zeit ein, diese ist jedoch nicht so stark das es negativ zu bewerten wäre.

Ich selber konnte während des Tests meine natürliche Eigenzahnfarbe erhalten, darüber hinaus kann eine Aktivkohle Zahnpasta ohnehin nichts ausrichten. Dennoch ist die Reinigungswirkung der Splat Zahncreme erkennbar. Freunde und Bekannte, welche die Blackwood Zahnpasta ebenfalls zum Testen bekommen haben, konnten zum Teil sogar über eine Aufhellung berichten, natürlich auch hier nur bis zur Eigenfarbe.

 

Also? >Fazit

Alles in allem lässt sich feststellen, dass die Splat Blackwood Whitening Zahnpasta, zumindest für die tägliche Zahnpflege, lediglich bedingt geeignet ist. Dies ist zum einen begründet durch das fehlende Fluorid, zum anderen wegen der Beimischung von Parabenen. Ansonsten erfüllt die Zahnpasta durchaus ihren beworbene Zweck, nämlich oberflächliche Beläge zu entfernen und die Zähne dadurch aufzuhellen. Der Einsatz von Aktivkohle ist ein interessanter Ansatz, wenngleich der Marketing-Effekt sicherlich größer ist als die Wirkung selbst – auch Aktivkohle „weißt“ die Zähne nur bis zur natürlichen Eigenfarbe!

Unterm Strich bedeutet das: Wer einmal die schwarze Zahncreme ausprobieren und etwaige, oberflächliche Beläge entfernen möchte, kann dies durchaus mit der Blackwood Zahncreme von Splat tun. Wer jedoch Wert auf gänzlich unstrittige Inhaltsstoffe legt, sollte auf die Zahnpasta verzichten – auch wenn sie vegan ist. Zudem ist die Blackwood Zahncreme bei kariesaktiven Gebiss oder für die Langzeitanwendung aus oben genannten Gründen ungeeignet.

 

In Kürze! > Zusammenfassung 

Ohne Fluoride, enthält Sorbit, ohne SLS, enthält Parabene, ohne Titandioxid, Vegan. Shop*


Geeignet für..
Entfernung oberflächlicher Beläge und Verfärbungen
-Anwendung über einen begrenzten Zeitraum
-Veganer

Ungeeignet für..
Tägliche Zahnpflege

Kariesaktives Gebiss
Sorbitintoleranz

 

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Literatur:

  1. Hellwege K.-D.: Die Praxis der zahnmedizinische Prophylaxe. 6., überarb. Aufl., Stuttgart: Georg Thieme Verlag KG, 2003
  2. Hellwig E., Klimek J., Attin T.: Einführung in die Zahnerhaltung. 3., neu bearb. Aufl., München: Urban & Fischer, 2003 

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